Wien ist grün – aber längst nicht überall und noch lange nicht genug!

Die Initiative WESTBAHNPARK fordert die Planung und Politik auf, entlang der Felberstraße im 15. Wiener Gemeindebezirk den aufregenden und zugleich bodenständigen WESTBAHNPARK zu errichten: Diese wichtige und einzigartige Stadtlandschaft mit Öffnung zur Stadt und Blick in den Wienerwald soll ein linearer Park werden, eine High-End-Wild-Line, eine Grünfläche für alle, ein 1,2 km langer, klimagerechter, sozial verträglicher Stadtraum. Mit der längsten Schwimmbahn der Welt. „So viel Realität muss sein. Vision Westbahnpark einfach umsetzen!“ sagt Hannes Gröblacher, freischaffender Künstler, Landschaftsarchitekt und ein Sprecher der Initiative.

Für dieses Unterfangen richtet sich die Initiative WESTBAHNPARK nun an alle Bürgerinnen und Bürger für die dringende, weitere Unterstützung in den sozialen Medien und auf Ihrer Homepage, begleitet von Aktionen und Aktivitäten.

Bitte folgen, liken und unterstützen Sie den WESTBAHNPARK auf Facebook, Instagram und der Homepage www.westbahnpark.at

#westbahnparkp
@westbahnpark 

 

 

Die Forderungen der Initiative WESTBAHNPARK:

Die Forderung ist fundiert, die SprecherInnen der Initiative sind vom Fach, sie haben das Stadtgebiet analysiert und liefern triftige Argumente für den WESTBAHNPARK:

1 Park für alle: sozial- und umweltgerechte Grünraumversorgung in der dichten Stadt
2 Klimaschutz: Frischluft, Grün und Wasser
3 Weitblick bis zum Wienerwald
4 Wegenetz und Bahntrasse

1 Wir fordern den WESTBAHNPARK für die sozial gerechte Grünraumversorgung: Park für alle!
Der WESTBAHNPARK schließt viele unterversorgte Wohnquartiere an einen großzügigen Grünraum an. Im jüngsten Bezirk Wiens mit dem geringsten Durchschnittsalter von 38,6 Jahren und dem geringsten Einkommen von 16.799€/Jahr brauchen rund 80.000 EinwohnerInnen wohnungsnahe Bewegungs- und Erholungsräume im Norden und im Süden der Bahn. Der WESTBAHNPARK ist ein notwendiger Schritt in eine umweltgerechte Stadt der kurzen Wege!

2 Wir fordern den WESTBAHNPARK für die Luft zum Atmen: Sonnenklar? Baumschatten!
Der 15. Bezirk ist mit einer GFZ (Geschossflächenzahl) von 2,93 der am dichtesten bebaute Außenbezirk Wiens. Die dichte und versiegelte Stadt ist um bis zu 8° wärmer als ihr Umland und kühlt nachts viel weniger ab. Der WESTBAHNPARK ist dringend erforderlich, um urbane Hitzeinseln auszugleichen. Er ist Teil der Frischluftschneise vom Wienerwald durch das Wiental mitten in die Stadt. Der 15. Bezirk wird nur klimagerecht mit echten Bäumen im echten Boden, 70.000m2 entsiegelter Fläche und einem zukunftsfähigen Regenwassermanagement im WESTBAHNPARK.

3 Wir fordern den WESTBAHNPARK für unsere Gesundheit! Grüne Länge anstatt dichter Enge!
Im 15. Bezirk wohnen je km2 20.474 Einwohner (= 4x so viele wie in der inneren Stadt!). Die Menge an Grünräumen ist schon jetzt miserabel, jeder Person stehen nur gut 3m2 Grün- und Freiraum zur Verfügung, die Stadt setzt sich 8m2 pro EinwohnerIn als Ziel.  Das verträgt keinen zusätzlichen Freiraumverbrauch für weitere Bebauung.
Wir brauchen den WESTBAHNPARK für mehr Grün, für den Weitblick aus der dichten Stadt. Der WESTBAHNPARK bietet darüber hinaus Platz für ein 1 km langes Mega-Pool! Das großzügige, einzigartige und historisch gewachsene Raumerlebnis, das der Standort bietet, muss erhalten bleiben!

4 Wir fordern den WESTBAHNPARK für bessere Verbindungen: Jetzt ist der Park am Zug!
Die Westbahngeleise trennen den nördlichen und den südlichen Bezirksteil. Der WESTBAHNPARK hebt die Barriere-Wirkung auf und schafft mehr fußläufige und radtaugliche Quer- und Längsverbindungen. Radrouten sollen von der inneren Stadt durch den WESTBAHNPARK bis nach Hütteldorf geführt werden. Die Bahn verbindet Stadt und Park mit der Welt.

 

HINTERGRUND:

Hitze und Starkregen: Die Zeit ist reif für einen neuen Park! Immer dichtere Bebauung und immer weniger Grünräume führen zu Extremereignissen und ungesunden Lebensumständen – ngen Wohnverhältnissen und einer sozial schwachen Bevölkerung. Klimagerechte Stadtgestaltung durch aufwändige technische Kühlung und kleinräumige, oft temporäre Implantate sind nachträgliche Reparatur. Das kann verhindert werden: durch einen neuen Park auf dieser letzten noch offenen Stadtlandschaft entlang der Felberstraße.

Derzeit sind hier Wohnbauten für weitere 2.400 Menschen geplant, die nur durch kleine Freiräume durchbrochen werden sollen. Weite und Aussicht sind dann für immer verschwunden. Besser wäre es, die einmalige Chance zu nutzen und anstelle der dichten Bebauung die bestehende Freifläche zu entsiegeln und als Grünraum zu gestalten. Vegetation und Wasser führen hier direkt zur klimagerechten Stadt ohne nachträglichen Reparaturbedarf! Einige hundert Besucherinnen und Besucher sind davon bereits überzeugt: Bei den futuristischen Führungen vom Büro für lustige Angelegenheiten (BLA.) haben sie Feuer gefangen von der Idee, diese einzigartige Situation nicht der baulichen Entwicklung zum größtmöglichen Gewinn zu überlassen, sondern dem Gemeinwohl und den zukünftigen Generationen gerecht zu werden.

Mitinitiatorin Lilli Lička, Professorin für Landschaftsarchitektur an der BOKU meint: „Der Westbahnpark soll ein internationales Leuchtturmprojekt für die umwelt- und sozial gerechte Stadt werden – mit dem längsten Pool der Welt!“ und Mitstreiterin Karoline Seywald, Ziviltechnikerin, Architektin und Lektorin an der TU Wien, sieht darin „Eine Jahrhundertchance! Ein großräumiger Westbahnpark eingebettet in ein wegweisendes, städtebauliches Gesamtkonzept machen Wien auch in Zukunft zur lebenswertesten Stadt der Welt.“ „Wir planen nicht nur für die nächste Dekade“, sieht Initiativenmitglied Christina Kirchmair, forschende und planende Landschaftsarchitektin: „Hier kann die Stadt Wien Weitblick im mehrfachen Sinn beweisen: Der Westbahnpark ist für den Erhalt eines erträglichen Stadtklimas von hoher Bedeutung und sichert die Lebensqualität für zukünftige Generationen!“

 

Abbildung: © BLA.