Öko-Regelungen in Form von umwelt- und klimaschutzfördernder Bewirtschaftungsmaßnahmen gelten als zentrale Innovation der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020, wobei die Art und Weise ihrer Ausgestaltung noch weitgehend offen sind. In einem neuen Arbeitspapier zeigt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) auf, wie das Punktemodell der „Gemeinwohlprämie“ die Lücke bei umwelt- und klimaschutzfördernden Bewirtschaftungsmaßnahmen schließen könnte. Gezielte Umweltleistungen und Gemeinwohlleistungen der Landwirtschaft sollten nach Aussage der Autoren zukünftig ambitionierter als bislang erbracht werden und durch sogenannte „Öko-Regelungen“ als neues Instrument der 1. Säule zusätzlich zu Förderprogrammen der 2. Säule – wie Vertragsnaturschutz – unterstützt werden. Gemeinwohlleistung in den Bereichen Biodiversität, Klima- und Gewässerschutz könnten über ein Punktemodell individuell für den einzelnen Betrieb berechnet und mit der „Gemeinwohlprämie“ dementsprechend entlohnt werden. Somit würden Strukturen wie Hecken, Gewässerrandstreifen oder Grünland einen finanziellen Wert erhalten.

In Schleswig-Holstein konnten bereits umfangreiche Praxiserfahrungen bei der Anwendung der „Gemeinwohlprämie“ als Ökoregelung gemacht werden.

 

Weitere Informationen zur Gemeinwohlprämie gibt es HIER

Die komplette Studie des DVL und Kontaktdaten stehen HIER zum Download bereit.