Das ÖGLA Kompetenzzentrum Klimawandelanpassung ist die zentrale Anlaufstelle für Städte, Gemeinden und Unternehmen auf ihrem Weg zur Planung zukunftsfähiger Stadt- und Freiräume.

Der Klimawandel verändert unsere Lebensräume spürbar. Hitzeperioden nehmen zu, Starkregenereignisse werden häufiger, Trockenheit belastet Böden und Vegetation. Gleichzeitig wächst der Handlungsdruck für die öffentliche Hand, für Unternehmen und für alle, die Freiräume verantworten oder entwickeln. Klimawandelanpassung ist daher längst keine Fleißaufgabe mehr, sondern Teil einer zukunftsfähigen Standort- und Siedlungsentwicklung. Sie betrifft viele Handlungsfelder: von Begrünung und Entsiegelung über Baumpflanzungen und Biodiversität bis hin zu einem intelligenten Umgang mit Regenwasser und der Ressource Boden.

Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung ist dabei jene Disziplin, die diese Transformation ganzheitlich begleiten kann: fachübergreifend, naturbasiert, gestalterisch und mit Blick auf langfristig funktionierende Lösungen. Das Kompetenzzentrum Klimawandelanpassung informiert, berät, vernetzt und unterstützt dabei, aus einem ersten Handlungsbewusstsein mit wagen Ideen, gemeinsam konkrete Maßnahmen zu entwickeln.

Zwei Personen gehen auf einem Gehweg mit Bäumen und Pflanzen, während Nebel aus einem Wasserstrahl aufsteigt. Im Hintergrund ist eine Kirche zu sehen.
(c) Karl Grimm Landschaftsarchitekten, Argentinierstraße Wien

Handlungsfelder der landschaftsbasierten Klimawandelanpassung

Begrünung

Hitze ist in dicht bebauten Räumen längst ein akutes Problem. Versiegelte Oberflächen speichern Wärme, fehlender Schatten verschärft die Belastung im öffentlichen Raum, auf Wegen, Plätzen und Parkflächen. Das beeinträchtigt Gesundheit, Alltagstauglichkeit und Aufenthaltsqualität.

Nachhaltige landschaftsarchitektonische Klimalösungen setzen auf die Erhöhung des Grünanteils. Ein mehr an Bäumen, Sträuchern, Stauden, grünen Aufenthaltsräumen und zusammenhängenden Vegetationsstrukturen sorgen für Kühlung, Beschattung und Verdunstung. Besonders wirksam sind Wege- und Straßenbegleitende Baumpflanzungen, wenn sie einen Kronenschluss bilden. Grüne und schattige Wegeverbindungen halten Städte und Gemeinden begeh- und nutzbar – auch an sehr heißen Tagen. Begrünung dient also nicht nur der Gestaltung, im Klimawandel wird sie zu einem wichtigen Baustein der kritischen Infrastruktur und einer klimaresilienten Siedlungsentwicklung.

(c) 3:0 Landschaftsarchitektur

Entsiegelung

Versiegelte Flächen verhindern die natürliche Aufnahme von Regenwasser, heizen sich stark auf und reduzieren die ökologische Qualität von Standorten. Gleichzeitig steigt das Risiko von Überflutung bei Starkregen, während in Trockenphasen Wasser im Boden fehlt.

Landschaftsplanerische Entsiegelungslösungen schaffen durchlässige Oberflächen, aktivieren Böden und stellen natürliche Wasser- und Bodenfunktionen her. Entsiegelung ermöglicht Versickerung, entlastet die Kanalisation, verbessert das Mikroklima und schafft bessere Bedingungen für die Vegetation. Darüber hinaus erhöht sie die Aufenthaltsqualität, wertet Freiräume auf und stärkt die Artenvielfalt. Aus versiegelten Restflächen werden so klimawirksame Freiräume.

(c) DnD Landschaftsplanung

Biodiversität

Dem zunehmenden Verlust an Biodiversität gilt es nicht nur in Naturräumen, sondern ganz besonders auch in Siedlungsgebieten, Betriebsflächen und Infrastrukturräume entgegenzuwirken. Monotone Flächen, fehlende Strukturvielfalt und ungeeignete Pflegekonzepte schaffen ungünstige Lebensräume und reduzieren die Artenvielfalt, was wiederum Standorte in ihrer Widerstandskraft schwächt.

Nachhaltige landschaftsarchitektonische Konzepte schaffen vielfältige, vernetzte Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Durch standortgerechte Pflanzpläne, differenzierte Freiraumtypologien, ökologische Korridore und gezielte Strukturangebote entstehen robuste Freiraumsysteme mit hoher ökologischer Leistung. Biodiversität ist dabei kein Zufall, sondern Teil einer qualitätsvollen Planung, die ökologische, soziale und gestalterische Anforderungen zusammenführt.

(c) Green4Cities

Regenwassermanagement

Klimawandelbedingte Trockenperioden und extremer Starkregen stellen viele Standorte vor ein doppeltes Problem: Einerseits fehlt Wasser für Vegetation und Boden, andererseits entstehen bei intensiven Regenereignissen Überschwemmungen und teure Folgeschäden. Herkömmliche Kanalsysteme stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.

Nachhaltiges landschaftsplanerisches Regenwassermanagement denkt Pflanzen und Wasser systemisch als Blau-grüne Infrastruktur. Regenwasser wird dabei nicht einfach abgeleitet und entsorgt, sondern möglichst vor Ort versickert, gespeichert und nutzbar gemacht. Intelligente Planungslösungen verbinden Boden, Vegetation und Wasserführung zu ineinandergreifenden Kreisläufen. So kann Wasser im System gehalten, Pflanzen versorgt und klimaaktiv gehalten, das Grundwasser dotiert und die Überlastung technischer Systeme reduziert werden. Zukunftsfähiges Regenwassermanagement ist daher wesentlicher Bestandteil landschaftsarchitektonischer Freiraumkonzepte.

(c) 3:0 Landschaftsarchitektur

Wie kann Klimawandelanpassung geplant werden?

Klimawandelanpassung gelingt dann gut und ist besonders bwirksam, wenn Maßnahmen nicht isoliert, sondern strategisch aufeinander abgestimmt und fachübergreifend geplant werden. Genau hier liegt die Stärke von Landschaftsarchitekt*innen und -planer*innen.

Bei der Generalplanung Freiraum übernehmen Landschaftsarchitekt*innen und Landschaftsplaner*innen die fachliche Gesamtverantwortung für freiraumbezogene Transformationsprozesse. Sie verknüpfen technische, ökologische und gestalterische Anforderungen, koordinieren beteiligte Gewerke, Planer*innen und Verwaltungsabteilungen und sichern, dass Einzelmaßnahmen Teil eines funktionierenden Gesamtkonzepts werden. Die Generalplanung Freiraum umfasst:

  • die fachliche Begleitung von der ersten Anfrage bis zur Umsetzung,
  • die Entwicklung ganzheitlicher Konzepte für Freiräume und Außenanlagen,
  • die professionelle Koordinierung aller beteiligten Disziplinen,
  • die Prozessbegleitung bei Entsiegelung, Begrünung und Regenwassermaßnahmen,
  • die Schnittstelle zwischen Planung, Verwaltung, Ausführung und Nutzung.
Bauplatz mit einem Bagger von Volvo, der an einem modernen Gebäude arbeitet. Der Himmel ist bewölkt und die Umgebung weist Baustellenmerkmale auf.
(c) Knollconsult Umweltplanung
Arbeiter nutzen verschiedene Werkzeuge, um Beton zu durchbrechen, während Staub auf dem Boden aufwirbelt.
(c) PlanSinn Kommunikation & Planung

Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung verbinden, was für Klimawandelanpassung entscheidend ist: Raumverständnis, Naturwissen, Systemdenken und Umsetzungsorientierung. Sie betrachten nicht nur einzelne Elemente, sondern den gesamten Freiraum im Zusammenhang mit Nutzung, Boden, Wasser, Vegetation, Klima und Aufenthaltsqualität. Gerade deshalb sind sie die richtige Disziplin, um Klimawandelanpassung in Städten, Gemeinden und auf Standorten wirksam zu planen, zu begleiten und dauerhaft zu verankern.

Vorteile ganzheitlicher Klimawandelanpassung

village on grass meadow behind snowy ridge

Für Städte und Gemeinden

Ganzheitlich geplante Klimawandelanpassungsmaßnahmen schaffen langfristige und naturverträgliche Lösungen. Sie verbessern das Mikroklima, erhöhen die Aufenthalts- und Lebensqualität, stärken die Wohnumgebung und machen öffentliche Räume resilienter gegenüber Hitze und Starkregen. Gleichzeitig helfen sie, hohe volkswirtschaftliche Folgekosten zu vermeiden: Schäden durch Überhitzung, Oberflächenabfluss, Überflutungen oder unzureichend abgestimmte Einzelmaßnahmen können reduziert werden. Gut geplante Freiräume sind damit nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch gesellschaftlich und wirtschaftlich klug.

Moderne Gebäude mit dem Schriftzug 'Walters' und einem einladenden Garten voller bunter Blumen vor einem bewölkten Himmel.
(c) Green4Cities

Für Betriebe und Unternehmensstandorte

Auch Gewerbe- und Industriestandorte profitieren deutlich: Begrünte und gut geplante Außenräume reduzieren Hitze auf Parkflächen und Bewegungszonen, verbessern das Arbeitsumfeld und erhöhen die Aufenthaltsqualität für Mitarbeitende, Kund:innen und Besucher:innen. Darüber hinaus stärkt eine klimaangepasste Freiraumgestaltung die Standortqualität, Markenwahrnehmung und Zukunftsfähigkeit. Ein klimaresilienter Betriebsstandort zeigt Verantwortung, schafft ein positives Kundenerlebnis und wird als attraktiver, moderner Ort wahrgenommen.

aerial view of green trees near city buildings
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Was das Kompetenzzentrum bietet

Das Kompetenzzentrum Klimawandelanpassung ist die erste Anlaufstelle für Erstinformation, Orientierung und Vernetzung. Wir unterstützen mit:

  • allgemeinen Informationen zu klimaaktiven Freiräumen und wirksamen Maßnahmen,
  • Erstberatungsgesprächen für Städte, Gemeinden, öffentliche Auftraggeber:innen und Unternehmen,
  • fachlicher Einordnung von Vorhaben und Handlungsoptionen,
  • Organisation von Schulungen und Informationsformaten,
  • Vermittlung an qualifizierte Dienstleister:innen über die Expert:innen-Datenbank,
  • Unterstützung sowohl bei Einzelvorhaben als auch bei der Generalplanung Freiraum für umfassende Transformationsprozesse.

Unser Ziel ist es, Projekte frühzeitig auf den richtigen Weg zu bringen – fachlich fundiert, praxisnah und lösungsorientiert.

Unsere Experten

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