Laut Prognosen werden 70 % der Weltbevölkerung bis 2030 auf 2% der Erdoberfläche leben, nämlich in Städten. 60% dieser städtischen Strukturen müssen jedoch erst gebaut werden. Das lässt erahnen, dass sich auch in den nächsten Jahren die massiven Entwicklungen in und um urbanen Räumen fortsetzen und sogar verstärken werden. Aber auch auf den restlichen 98% der Erdoberfläche wird sich so einiges tun, nicht zuletzt auf Grund der urbanen Transformationsprozesse und der massiven Umweltbelastungen unserer Zeit. Für Stadt und Land gilt jedenfalls gleichermaßen: Einschneidende Klimaveränderungen, Versorgungsabhängigkeiten und der massive Rückgang der heimischen Artenvielfalt werden unser Dasein zunehmend anfällig für Systembelastungen machen.

Die gute Nachricht in dieser Entwicklung ist: Durch die Transformationen befinden wir uns in einer aktiven, handelnden Position und können die Veränderungen nutzen, um unsere Lebensräume zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Und zukunftsfähig bedeutet jedenfalls, die gebaute Umwelt mit ökologischem, sozialen und wirtschaftlichem Planungsweitblick und einem möglichst hohen Anteil an Grünräumen zu entwickeln. LandschaftsarchitektInnen arbeiten seit jeher mit genau diesem Planungsanspruch. Das macht sie nicht nur zu wichtigen Nachhaltigkeitsbeauftragten unserer Zeit, sondern auch zu nachgefragten ZukunftsplanerInnen, die unsere gebaute Umwelt so gestalten, dass auch nachfolgende Generationen qualitätvoll leben können.

 

Wer plant Landschaft?

ÖSTERREICHS PLANENDE NACHHALTIGKEITSBEAUFTRAGTE

Foto: © Drlik 2019